As time goes bye…

2 04 2014
Rio Dulce und Utila

Rio Dulce und Utila

Wow, inzwischen sind Wochen vergangen und ich habe soooo viel erlebt, es sprudelt an Gedanken und ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll, so viele Eindrücke und es ist nahezu unmöglich (und auch viel zu viel), die letzten Wochen jetzt im Detail zu beschreiben. Es war vorher nicht möglich, hier zu schreiben, da wir oftmals weder Wifi noch abends Elektrizität hätten und somit auch das Pad nicht geladen werden konnte. Viele Hostels sind mit einem Generator ausgestattet, so dass es von 22:00 bis 6:00 keine Elektrizität gibt.

Xela days

Xela days

Also kurz zusammengefasst: ich habe noch drei Tage in der Schule Miguel de Cervantes verbracht, mich mit Sylvia von Childrens Charity getroffen und die Schule in Momostenango besucht, das wäre eine Option für Volunteering… Dexter und ich sind gemeinsam nach Lanquin gereist, haben die Strömung des Flusses hautnah erlebt, leider River Tubing und den Bat Cave verpasst, dafür aber einen relaxten Tag in der Hängematte genossen, sind mit dem PickUp nach Semuc Champey gefahren, haben im Hostel Utopia eine andere Art von Hostel kennengelernt, sind ins El Portal umgezogen und waren im sagenhaften parque Natural in Semuc und haben in den Becken gebadet, die Aussicht genossen, den Wasserfällen gelauscht… Ich bin nach Flores uns Tikal gereist, habe eine Nacht im Dschungel in Tikal verbracht, bin im Pool unter den Sternen geschwommen, konnte dem Affengebrüll nachts um 1 lauschen, habe mich um 4:00 aus dem Bett gequält und zum Sonnenaufgang den Tempel IV erklommen, leider einen bewölkten Himmel mit versteckter Sonne gesehen, dafür aber die Affen erneut brüllen gehört. Allein das war unglaublich und einmalig.

Semuc Champey

Semuc Champey

Dank Tikal ging viel zu viel Geld drauf, so dass ich zurück nach Flores gereist bin und dank eines glücklichen Zufalls Abdul und Dexter im Hostel Los Amigos wieder getroffen habe. Zu dritt ging die Fahrt weiter, fast jeden Tag ein neuer Ort: Mit dem Bus (linea Dorada) nach Rio Dulce (die Stadt ist nicht wirklich erwähnenswert) und per Boot ins Hostel Casa Perico mitten in der Natur am Lago de Izabal am Seitenarm des Rio Dulce. Neben Insekten, Kröten, Ameisen und Moskitos begrüßte uns der Honigbär „Toto“. Ja wirklich, ein junger knuddeliger nachtaktiver und tagsüber schläfriger Bär hüpft in die Hängematte und spielt mit Dir! 🙂 das Hostel ist definitiv zu empfehlen, ruhig und abseits gelegen und wir hatten das Glück, den gesamten Dorm für uns zu haben. Die Betten sind alle mit einem Moskitonetz ausgestattet, so dass zu meinen ca. 40 Stichen wenigstens hier keine neuen dazu gekommen sind 🙂 Später tuckern wir mit dem Kayak durch die Kanäle, fühlen uns wie Abenteurer, rufen im Hostel Finca Tatin an und werden nachmittags (Guatemalean Time 😉 ) abgeholt, auf gehts mit dem Boot zu viert (Inzwischen gehört Stefano mit zu unserer „Reisegruppe“) zur Finca am Lago El Golfete, die uns von vielen Reisenden empfohlen wurde.

Flores and Tikal

Flores and Tikal

Wieder ein neues Hostel, nettes Ambiente, Familienatmosphäre und wir treffen bekannte Gesichter aus anderen Orten wieder. Irgendwie hat doch jeder Backpacker hier so ziemlich die gleichen Spots und man trifft sich immer wieder. Abends gibt es für alle das gleiche Essen für 50Q, ein Gängemenü, mit Suppe, Tortillas, Gemüse und Fleisch. Am Steg hängt eine „Tarzanliane“ am Baum zum Schwingen mit obligatorischem Sprung ins Wasser, das Wasser ist warm und super zum Schwimmen, am nächsten Morgen wandern wir durch den Dschungel zum Tiger Cave, Baden im See mit Wasserfall und klettern durch die Höhle, schippern mit dem Kayak über den Fluss, steigen in die Hot Springs, nicht zu vergleichen mit Georginas Fuentes, da sie klein sind und etwas stinken, aber dafür kostenlos und im Restaurant nebenan gibt es für diese Gegend günstige Burger. Allein schon an den logistisch begrenzten Möglichkeiten wird klar, warum es hier teurer ist und das gleiche Abendessen für alle gibt, wir rudern zur Tienda am Fluss und kaufen Cup Noodles und genießen unser Abendmahl unter den Sternen am Steg. Allein schon für diese Ruhe (mal abgesehen vom Schulausflug der Kanadier mit ca. 20 Schülern) lohnt es sich, herzukommen. Es ist ein Ort, wo man „hängenbleiben“ kann, wie eine Community mit Ping Pong, DVD Raum, Büchern, Hängematten, Wäscheplätzen, Spielen und Rings um Dich herum der Fluss und der Dschungel.

Rio Dulce and Livingston

Rio Dulce and Livingston

Auch hier verabschieden wir uns relativ schnell und düsen am nächsten Tag per Boot nach Livingston, sehen eine Vielfalt an Vögeln und Pelikane und kommen zu einer Stadt, die so anders ist, als alle vorhergegangenen Städte und eher an Belize oder Jamaika erinnert, mit karibischem Flair und der einmaligen Garifuna Kultur (wer mehr dazu wissen möchte, schaut hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Garifuna 🙂 Die Stadt bietet Restaurants und Bars, Souvenirshops, Kleidung und Travel Agencies und mehr; hier können wir alles kaufen, was in den letzten Tagen nicht so einfach möglich war. Wir nehmen ein günstiges Hostel (25Q. p.P.), trinken Coco Loco (Kokosnuss mit Rum) und genießen Meeresfrüchte und Fisch, trinken den hier berühmten Guifiti und schauen uns eine einheimische Trommelperformance im Ubafu an. Es gibt nicht wirklich viel zu tun hier, nicht weit vom Zentrum gibt es Strände und einer der schönen frei zugänglichen ist die Playa Salvador Gaviota. Wir schwimmen in der bahia de amatique und folgen den Wellen im warmen Salzwasser, buchen das Hotel für die nächste Nacht und relaxen unter Palmen, es fühlt sich an, wie ein Traum und ist auch einfach nur traumhaft. Wir besuchen die sieben Altäre, natürliche Becken mit Wasserfällen im Dschungel, essen abends am Strand und nehmen am nächsten Morgen um 7 ein Taxi, dass uns zum Dock bringt. Wir hatten überlegt, ein Shuttle nach La Ceiba zu nehmen, denn da soll es als nächstes hingehen, aber uns dann doch dagegen (50$) entschieden und wollen es mit den öffentlichen Bussen versuchen, auch wenn das bedeutet, dass wir mehrmals umsteigen müssen… Eigentlich hatte ich gar nicht geplant, nach Honduras zu reisen, aber ich hatte nicht viel mehr geplant, als Spanisch zu lernen und bei einer Organisation zu arbeiten, und da die Arbeit nicht vor April startet… lasse ich mich treiben und genieße die Reise…

Rio Dulce und Utila

Rio Dulce und Utila

Mit dem Taxi geht es also in die Stadt, von da nehmen wir das Boot nach Puerto Barrios, folgen einem Jungen zum Shuttle Bus, fahren bis zur Grenze nach Honduras , trinken unseren ersten Kaffee in Honduras und steigen in den öffentlichen Greyhoundbus, ich kaufe Gebäck im Bus, wir werden gerufen, steigen aus und um in einen Shuttle Bus nach San Pedro Sula, fragen im Terminal bei mehreren Busanbietern an und nehmen Diana Express nach La Ceiba über Tela, steigen um ins Taxi und finden unseren Schlafplatz im Hostel Estadio. Puh, das war ein Trip…Kostenfaktor: ca. 25$ insgesamt und es ging alles super glatt! ich bin glücklich und dankbar für die Menschen, die uns so nett und freundlich geholfen haben, unseren Weg zu finden!

Auf nach Honduras

Auf nach Honduras

Am nächsten Morgen geht es zur Fähre und für 28$ auf nach Utila, einer Insel, die zu den Bay Islands gehört und berühmt ist zum Tauchen im karibischen Meer. Wir sind auf einer Insel!!! (Hier wird hauptsächlich Englisch gesprochen, also nicht der idealste Ort, um Spanisch zu lernen 😉 ) Wir entschließen uns spontan, Tauchen zu lernen und schauen uns nach Tauchschulen um, diese sind hier angeblich die günstigsten in Zentralamerika. Nach einer Auswahl zwischen UDC, Morgan’s, Alton’s und Underwatervision entscheiden wir uns schließlich für Alton’s, ich kann gar nicht genau sagen, warum, aber wir fühlen uns wohl, haben ein Privates Zimmer direkt am Karibischen Meer und wenn ich aus der Tür trete und zwei Schritte gehe, stehe ich mit meinen Füßen im Sand mit Blick auf den Steg mit Der Bar, Hängematten und Booten daneben. Der Sonnenuntergang ist direkt vor meiner Nase und in 2 Minuten bist Du im klaren Wasser und schwimmst…

Utila

Utila

Unser Instructor heißt Riba, kommt aus Honduras und hat mit 12 Jahren angefangen, zu tauchen. Wir schreiben uns für den PADI Open Water Diver Kurs ein (4 1/2 Tage, 6 Dives, theoretisches Examen und praktische Anwendung der Skills… für 279$). Schon am ersten Tag geht es mit der Theorie los und den 5 Videos zum Kurs, am nächsten gibt es zwei Tauchgänge im confined Water… Der Kurs ist in englisch, so dass ich jetzt nur die englischen Begriffe kenne 🙂 Das erste Atmen unter Wasser soll man angeblich nie wieder vergessen… mhm… Also ich hab es nicht gut hinbekommen, musste lernen, durch den Mund zu atmen und dem Regulator zu vertrauen, doch von Tag zu Tag wurde es besser und interessanterweise lief es für mich besser im offenen Wasser. Ins offene Wasser ging es direkt am zweiten Tag und es war wundervoll, zu tauchen, so richtig zu tauchen mit Equipment und Wetsuit, erst 12 Meter, am nächsten Tag 18… direkt am Korallenriff mit Fischen und einem riesigen Lobster, den Blubberblasen, die aus dem Regulator im Mund kommen und dem „Spiel“ mit der Buoyancy… und dem anderen Schwimmstil mit Taucherflossen. Ich habe ja daran gezweifelt, aber ich habe es geschafft, am 31.03.2014 habe ich mich als Open Water Diver zertifiziert!!! Jetzt darf ich mit Instructor oder Buddy bis zu 18 Meter tauchen und das nächste Level wäre Advanced OWD mit 30 Metern. Juhu, jetzt brauche ich nur noch Tauchspots…

Heute ist der 1. April und ich bin schon fast zwei Monate unterwegs, die sich anfühlen wie zwei Wochen, ich habe so viel gesehen und erlebt und bin noch abenteuerlustig und würde gern weiterreisen nach Nicaragua und Panama und, und, und… doch ich lege eine Reisepause ein, ich habe mit der Childrens Charity vereinbart, in Momostenango als Volunteer als Englisch- und Computerlehrer zu arbeiten und Reise somit morgen wieder zurück. Dexter reist weiter nach Nicaragua, Abdul und ich werden morgen um 6:20 die Fähre zurück nach La Ceiba nehmen und versuchen, von da aus per Bus nach Copan zu kommen, dann sieht der Plan so aus, dass ich über die Grenze zurück nach Xela fahre und von da aus nach Momestango… Ich bin gespannt, wie das wird (Meist ohne Elektrizität und Wasser) im kleinen Ort so anders als dieser hier und ein so anderer Plan als der des Weiterreisens.

Ich schmecke noch immer Salz und meine Ohren sind seit gestern zu, ich bin braun gebrannt und werde die Hitze vermissen. Wir sitzen gerade am Strand and trinken Bier und Cola, der letzte Abend hier in Utila…



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